Claude Haagen (LSAP)
Kandidat Chamber 2009
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Claude Haagen
Joergang
1962
Berufflech Qualifikatioun
Professer an der Economie
Ausgeübte Professioun
Lycée Technique Ettelbréck
Uertschaft
-
Walkrees
Norden
Landeslëschteplaatz
-
Im LSAP-Wahlprogramm unterstreichen wir als LSAP, dass wir unsere Bemühungen fortsetzen möchten, "um die Psychiatrie menschenwürdiger zu gestalten. (...)
 
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Froen un Claude Haagen
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Fro zum Thema Gesondheet
27.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Haagen,
am 18.11.2006 sagte Herr Professor Wulf Rössler im Luxemburger Wort: "Es gibt noch eine Reihe Langzeitpatienten im CHNP, aber wir haben Probleme sie in angemessenen Wohnungen ausserhalb unterzubringen. Familienpensionen im Norden des Landes sind keine Alternative." Ich kenne einige Betroffene, die in solchen unbetreuten Pensionen oder auf Campingplätzen oder in anderen prekären Wohnsituationen leben müssen. Die Betreiber dieser Einrichtungen sind mit der ihnen zwangsweise auferlegten pädagogischen Betreuung vollkommen überfordert. Schlimmer noch: sie sind in Gefahr! Diese unbetreuten Patienten sind in ihrer Hilflosigkeit und ihrer Verbitterung eine Gefahr für sich und ihre Umwelt.
Aus internationalen Studien weiss die psychiatrische Fachwelt, dass die Gefahr eines Impulskontrollverlustes bei Langzeitpatienten in solchen unbetreuten Situationen sehr gross ist. Sie werden durch diese Umstände zu lebenden Zeitbomben. Wenn diesen Menschen dann auch noch die Aufnahme in den dafür vorgesehenen Kliniken des Landes verwehrt wird, potenziert sich ihre Verzweiflung, ihre Panik und ihre Amokbereitschaft noch um ein Vielfaches! Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um strukturelle Gewalt und Folter.
Was gedenken Sie, Herr Haagen, in der nächsten Legislaturperiode zu tun um diese grosse Gefahr für die Bevölkerung speziell des Nordens zu beseitigen? Herr Professor Werner hat im Saarland die psychiatrische Anstalt aus menschenrechtsrelevanten Gründen abgeschafft. Werden Sie sich ebenfalls für diese Lösung einsetzen?
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschliesst wird nicht nur blind für die Gegenwart: er wird schlichtweg unfähig zur Zukunftsgestaltung. Auch in einer postmodernen Gesellschaft braucht Zukunft Erinnerung. Nur so sind Versöhnung, Vergebung, Heilung, Fortschritt möglich." (Ady Richard, Luxemburger Wort, 08.10.2007)
Hochachtungsvoll
, Psychologe im CHNP und Gründer der LGSP (Letzebuerger Gesellschaft fier Sozialpsychiatrie)
Äntwert vum Claude Haagen
2Recommandatiounen
03.06.2009
Claude Haagen
Sehr geehrter Herr ,

Im LSAP-Wahlprogramm unterstreichen wir als LSAP, dass wir unsere Bemühungen fortsetzen möchten, "um die Psychiatrie menschenwürdiger zu gestalten. In diesem Sinne will die LSAP die kleinen, flächendeckend verteilten, stationären und ambulanten Therapieangebote ausweiten. Einrichtungen für psychisch Kranke wie das nicht mehr zeitgemäße Hochhaus des "Centre hospitalier neuro-psychiatrique" in Ettelbrück gehören eindeutig der Vergangenheit an und werden durch zeitgemäße Einrichtungen ersetzt.

Vermehrt sollen auch dezentrale Strukturen geschaffen werden, die sich speziell um psychisch kranke Kinder und Jugendliche kümmern. Luxemburg braucht auch eine Klinik für forensische Psychiatrie. Hier sollen straffällig gewordene psychisch kranke Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit unzurechnungsfähig sind, ordnungsgemäß behandelt werden."

Ich habe übrigens gelesen, dass Sie sich mit Ihren Anfragen bereits an unseren Gesundheitsminister gewandt haben. Er hat Ihnen in verschiedenen Antworteschreiben versichert, dass "die Reform der Psychiatrie weit fortgeschritten ist, die akute Psychiatrie dezentralisiert, die gemeindenahen Strukturen ausgebaut wurden", dass er "aus der Reform der Psychiatrie eine erste Priorität gemacht" hat und dass er diese, sollte er "weiter Gesundheitsminister bleiben, resolut vorantreiben" werde. Der Gesundheitsminister hat Sie weiter auf die Anlaufstelle im Gesundheitsministerium verwiesen, an die sich jeder wenden kann, der sich schlecht behandelt fühlt oder Informationen über solche Situationen hat.

Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass die Reform der Psychiatrie in Luxemburg weiter geführt wird im Sinn einer humanen Psychiatrie. Dass eventuelle Missstände untersucht und gegebenenfalls Konsequenzen daraus gezogen werden müssen, scheint mir selbstverständlich.

Mit besten Grüssen,

Claude Haagen
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Fro zum Thema Gesondheet
04.06.2009
Vum:
Jos

Wéi stellt dir iech zum PRN
(en Finanzéirungsinstrument vun der UCM fir Soignantspersonal ze berechnen)
Dëst Instrument verlangt vum Soignant virun allem am Beréich vun der Psychiatrie ëmmer méi ze dokumentéiren esou dat hien sëch ëmmer méi vum Patient entfernt an ëmmer manner Zeit huet fir sëch mat him ze beschäftigen.
Dëst Instrument ass ëm sou méi interessant fir UCM well jo wann ët zu engem Stellenofbau kënnt sie jo direkt dem Soignant Schold kënnen gin, well den Soignant jo nët richtëg dokumentéiert huet!!
( Déi consignen wéi dokumentéiert soll gin änneren jo och andauernd sou dat dat wat gëschter wouer war haut schons rëm anëscht ass!!)

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