Felix Braz (Déi Gréng)
Kandidat Chamber 2009
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Felix Braz
Geburtstag
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Berufflech Qualifikatioun
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Ausgeübte Professioun
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Uertschaft
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Walkrees
Süden
Landeslëschteplaatz
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(...) Déi gréng fordern desweiteren einen ein Ombudsgremium für den psychiatrischen Bereich und wollen die Reform des CHNP weiterführen, die Infrastrukturen modernisieren und das das alte Gebäude ("Building") abreißen lassen . Die Situation welche Sie beschreiben, Herr Hottua, entsteht hauptsächlich, weil momentan noch immer zu wenig Akzent auf die Prävention gesetzt wird, weil die betroffenen Personen viel zu spät richtig behandelt werden und auch die anschließende Rehabilitation zu spät ansetzt. (...)
 
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Froen un Felix Braz
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Fro zum Thema Gesondheet
28.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Braz,
am 18.11.2006 sagte Herr Professor Wulf Rössler im Luxemburger Wort: "Es gibt noch eine Reihe Langzeitpatienten im CHNP, aber wir haben Probleme sie in angemessenen Wohnungen ausserhalb unterzubringen. Familienpensionen im Norden des Landes sind keine Alternative." Ich kenne Betroffene, die in solchen unbetreuten Pensionen oder auf Campingplätzen oder in anderen prekären Wohnsituationen leben müssen. Die Betreiber dieser Einrichtungen sind mit der ihnen zwangsweise auferlegten Betreuung vollkommen überfordert. Schlimmer noch: sie sind in Gefahr! Diese unbetreuten Patienten sind in ihrer Hilflosigkeit und ihrer Verbitterung eine Gefahr für sich und ihre Umwelt.
Aus internationalen Studien weiss die psychiatrische Fachwelt, dass die Gefahr eines Impulskontrollverlustes bei Patienten in solchen unbetreuten Situationen sehr gross ist. Sie werden durch diese Umstände zu lebenden Zeitbomben. Wenn diesen Menschen dann auch noch die Aufnahme in den dafür vorgesehenen Kliniken des Landes verwehrt wird, potenziert sich ihre Verzweiflung, ihre Panik und ihre Amokbereitschaft noch um ein Vielfaches! Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um Gewalt und Folter.
Was gedenken Sie, Herr Braz, in der nächsten Legislaturperiode zu tun um diese Gefahr für die Bevölkerung zu beseitigen?
Werden Sie sich für die Einsetzung einer Untersuchungskommission einsetzen, die die vermeintlichen Patientenmisshandlungen im luxemburgischen Psychiatriewesen untersucht?
Herr Professor Werner hat im Saarland die psychiatrische Anstalt aus menschenrechtsrelevanten Gründen abgeschafft. Werden Sie sich ebenfalls für diese Lösung einsetzen?
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschliesst wird nicht nur blind für die Gegenwart: er wird schlichtweg unfähig zur Zukunftsgestaltung. Nur so sind Versöhnung, Vergebung, Heilung, Fortschritt möglich." (Luxemburger Wort, 8.10.07)
Hochachtungsvoll
, Psychologe, Gründer der LGSP (Letzebuerger Gesellschaft fier Sozialpsychiatrie)
Äntwert vum Felix Braz
1Recommandatioun
06.06.2009
Felix Braz
Sehr geehrter Herr ,

Die Psychiatrie ist ein Bereich in dem wir als Grüne seit langem politisch aktiv sind, und die Reformen und Vorschläge der letzten Jahre in der Öffentlichkeit und im Parlament kritisch begleiten. Die grüne Gesundheitspolitik steht hier für ursachenorientierte Diagnostik, für Prävention und für Behandlungskonzepte, die das Recht auf Intimität und Selbstachtung der Patienten wahren und einer Ausgrenzung entgegenwirken.

In diesem Sinne wollen wir ein wissenschaftliches Beratungsgremium einsetzen, das die Dezentralisierungsreform begleitet und Leitlinien für Behandlungstherapien ausarbeitet. In unserem Wahlprogramm verpflichten wir uns ebenfalls im Falle der Regierungsverantwortung die Behandlung und Begleitung der Patienten in offenen Strukturen zu verstärken und ihre die Mitentscheidungsrechte im Bereich der Psychiatrie zu stärken. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Akutpsychiatrie und den dezentralen Strukturen wollen wir verbessern und psychotherapeutische sowie soziale und sozialpädagogische Therapieangebote ausbauen, die weniger auf die Verabreichung von Medikamenten setzen.

déi gréng fordern desweiteren einen ein Ombudsgremium für den psychiatrischen Bereich und wollen die Reform des CHNP weiterführen, die Infrastrukturen modernisieren und das das alte Gebäude ("Building") abreißen lassen .

Die Situation welche Sie beschreiben, Herr , entsteht hauptsächlich, weil momentan noch immer zu wenig Akzent auf die Prävention gesetzt wird, weil die betroffenen Personen viel zu spät richtig behandelt werden und auch die anschließende Rehabilitation zu spät ansetzt. Psychiatriepatienten sind aber nicht automatisch eine Gefahr für die Mitmenschen. Hier bedarf es weiterhin einer breiten Sensibilisierung der luxemburgischen Bevölkerung in Punkto Psychiatriepatienten und Krankheitsbilder um bestehende Vorurteile und unbegründete Ängste zu mindern. Und für die restlichen Fälle gilt: Hätten alle Betroffenen die ihnen angemessene medizinisch/therapeutische und sozialpädagogische Betreuung erhalten, dann wären sie in den aller meisten Fällen auch keine Gefahr für sich oder die Mitmenschen.

Trotz einiger Fortschritte, bleiben viele Reformpunkte noch umzusetzen und viele Missstände noch zu beheben. Einerseits müssen wir die Individualbetreuung für Psychiatriepatienten stärker auszubauen, andererseits aber auch die Angehörigen stärker einbinden. Wir wollen mehr dezentrale Strukturen für betreutes Wohnen schaffen, da die bestehenden Strukturen momentan fast alle in oder um Ettelbrück angesiedelt sind und deshalb oft eine Rehabilitierung der Betroffenen in oder nahe ihrem bekannten Umfeld verhindern. Auch müssen sämtliche externen Strukturen in Zukunft besser koordiniert werden .

Für Patienten welche nach einer Behandlung eigenständig wohnen und leben, muss das Angebot an psychiatrischer aber auch sozialpädagogischer Nachbehandlung und Begleitung zu Hause flächendeckend und in Bezug auf die Uhrzeiten ausgebaut werden. Damit kann man teils Rückfälle vermeiden und teils die Patienten so früh wie möglich wieder "auffangen". Professor Rössler schreibt übrigens in seinem neuesten Bericht (April 2009), dass diese Strukturen 24/24 Stunden funktionieren sollten.

Schlussendlich benötigen wir auch einen Ausbau der stationären, teilstationären und ambulanten Therapieplätze und -formen. Dies gilt besonders auch für die Kinder- und Jugendpsychiatrie wo wir vermeiden wollen, dass Kinder und Jugendliche aus Platz- oder Ressourcenmangel ins Ausland verfrachtet werden müssen .


Mit besten Grüssen.

Felix Braz
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Fro zum Thema Soziales
29.05.2009
Vum:

Monsieur Braz,

Quelle politique devrait-on poursuivre en matière de drogues (stupéfiants) et de sans abris? La situation économique risque d’accentuer ce triste phénomène et fléau de notre société.

Meilleures salutations,


Président « Stëmm vu Bouneweg »
Äntwert vum Felix Braz
bis elo kengRecommandatiounen
06.06.2009
Felix Braz
Bonjour, Monsieur ,

en matière de drogues je plaide en faveur d´une politique qui ne considère pas les consommateurs de drogues comme des délinquants, mais plutôt comme des personnes qui ont besoin d´aide. Toute politique qui empêche ses personnes de dériver dans la délinquence est à privilégier.
La politique en faveur des sans abris doit développer l´assistance à ces personnes à différents niveaux, pas seulement au niveau des aides de secours (en matière d´hébergemen, d´alimentation et d´assistance médicale). Les sans abris cumulent souvent les déficitis. Il convient de les aider à surmonter un à un ces déficits et à permettre leur retour à une vie voulue et pas ubie. Ceci nécessite la coordination de nombreux acteurs, incluant l´Etat et les Communes. Dans l´espoir d´avoir pu répondre à vos interrogations, je vous prie d´agréer, Monsieur , l´expression de mes sentiments distingués.

Felix Braz
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Är Fro un Felix Braz
D'Froenfunktioun gouf entre-temps zou gemaach.