Gary Diderich (Déi Lénk)

Gary Diderich
© déi lénk
Zur Person Gary Diderich
Selbstbestëmmt an solidaresch Aart a Weisen fir ze liewen, ze wunnen, ze spillen, ze schaffen, ze danzen, mateneen ze sin, ze laachen, alleng ze sin, kreativ ze sin, an der Natur ze sin, ze léieren



  • Basisdemokratie & kooperativ Selbstverwaltung an Politik, Wirtschaft, Bildung an Kultur
  • Nohalteg Entwecklung, awer matt nohalteg mengen ech wierklech nohalteg an net einfach den Kapitalismus gring ustraichen...
  • Glaichberechtegung onofhängeg vun alle erfonnten Mierkmaler déi leider emmer nach fir Diskrimnatioun an Enendrreckung benotzt gin (Geschlecht, Hautfuerw, Relioun, kierperlech an mental Capacitéit,...)
  • Selbstbestëmmung vum Individium (z.B. an Froen vun Drogen, Ofdréiwung, Euthanasie, Sexualitéit, Aarbescht,...) an Förderung vun gemeinschaftlechem Zesummenschaffen an der Gesellschaft
Froen un Gary Diderich
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Fro zum Thema Gesondheet
28.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Diderich,
am 18.11.2006 sagte Herr Professor Wulf Rössler im Luxemburger Wort: "Es gibt noch eine Reihe Langzeitpatienten im CHNP, aber wir haben Probleme sie in angemessenen Wohnungen ausserhalb unterzubringen. Familienpensionen im Norden des Landes sind keine Alternative." Ich kenne Betroffene, die in solchen unbetreuten Pensionen oder auf Campingplätzen oder in anderen prekären Wohnsituationen leben müssen. Die Betreiber dieser Einrichtungen sind mit der ihnen zwangsweise auferlegten Betreuung vollkommen überfordert. Schlimmer noch: sie sind in Gefahr! Diese unbetreuten Patienten sind in ihrer Hilflosigkeit und ihrer Verbitterung eine Gefahr für sich und ihre Umwelt.
Aus internationalen Studien weiss die psychiatrische Fachwelt, dass die Gefahr eines Impulskontrollverlustes bei Patienten in solchen unbetreuten Situationen sehr gross ist. Sie werden durch diese Umstände zu lebenden Zeitbomben. Wenn diesen Menschen dann auch noch die Aufnahme in den dafür vorgesehenen Kliniken des Landes verwehrt wird, potenziert sich ihre Verzweiflung, ihre Panik und ihre Amokbereitschaft noch um ein Vielfaches! Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um Gewalt und Folter.
Was gedenken Sie, Herr Diderich, in der nächsten Legislaturperiode zu tun um diese Gefahr für die Bevölkerung zu beseitigen?
Werden Sie sich für die Einsetzung einer Untersuchungskommission einsetzen, die die vermeintlichen Patientenmisshandlungen im luxemburgischen Psychiatriewesen untersucht?
Herr Professor Werner hat im Saarland die psychiatrische Anstalt aus menschenrechtsrelevanten Gründen abgeschafft. Werden Sie sich ebenfalls für diese Lösung einsetzen?
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschliesst wird nicht nur blind für die Gegenwart: er wird schlichtweg unfähig zur Zukunftsgestaltung. Nur so sind Versöhnung, Vergebung, Heilung, Fortschritt möglich." (Lux. Wort, 8.10.07)
Hochachtungsvoll
, Psychologe, Gründer der LGSP (Letzebuerger Gesellschaft fier Sozialpsychiatrie)
Äntwert vum Gary Diderich
bis elo kengRecommandatiounen
30.05.2009
Gary Diderich
Guten Tag Frau
Ich müsste mich mehr mit dem Thema beschäftigen, kann hauptsächlich aus meinem persönlichen Erfahrungsfeld (Betroffene in der Familie & Bekannte) und gesellschaftlichen Ideen heraus antworten. Ich denke dass es für gewisse Fälle eine gute Betreuungsstruktur gibt in Luxemburg, für andere wiederrum ein flagranter Mangel besteht. Sie sprechen es selbst an und besonders da wo kein soziales Umfeld da ist was stark genug ist um die betroffene Person zu unterstützen wird es sehr schwer. Es gibt nicht genug diversifzierte, dezentralisierte und kleine Betreuungsstrukturen wo Betroffene mehr oder weniger lang wohnen könnten. Diese Strukturen müssten geschaffen werden und das nötige Personal müsste eingestellt werden.
Aber ich denke auch dass dieses Thema nicht isoliert ist und verweise auf meine Antwort zum Thema Obdachlose und Sucht, wo ich schreibe dass das ökonomische System Mitschuld ist an der Situation dass es in Luxemburg immer mehr Menschen gibt die nicht mehr mithalten können und auch nicht genügend aufgefangen werden...
Zu Ihren ganz konkreten Fragen:
1. Untersuchungskommission: Ich würde mich dafür einsetzen und auch dass die Kommision nicht nur eine Alibi-Kommision wäre.
2. Abschaffung der psychiatrischen Anstalt: Da bin ich mir nicht sicher was sie genau meinen und was dann die Alternative wäre. Ich würde mal sagen dass es für mich ein Ziel wäre aber dass da viel Vorarbeit nötig wäre und zuerst in der Gesellschaft vieles sich ändern müsste und alternative Betreuungsstrukturen geschaffen werden. Kurzfristig sollte dann diese Untersuchungskommision und andere Kontrollinstanzen und Reformen dafür sorgen dass keine Menschenrechtsverletzungen stattfinden.

Sie können gerne weitere Fragen stellen, ich müsste ein bisschen mehr Zeit haben um informierter drauf zu antworten.

Alles gute
Gary
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Fro zum Thema Soziales
29.05.2009
Vum:

Monsieur Diderich,

Quelle politique devrait-on poursuivre en matière de drogues (stupéfiants) et de sans abris? La situation économique risque d’accentuer ce triste phénomène et fléau de notre société.

Meilleures salutations,


Président « Stëmm vu Bouneweg »
Äntwert vum Gary Diderich
2Recommandatiounen
30.05.2009
Gary Diderich
Je dirais tout d´abord que la situation économique est le "fléau" qui est une des raisons importantes de la toxicomanie et du fait qu´il y a de plus en plus de gens qui vivent sur la rue ou dans d´autres situations précaires. Je dirais alors que tout d´abord on devrait mettre en question la société de consommation et de compétition dans ses fondements et aussi repenser la politique des drogues. Je crois qu´on se focalise trop sur les substances (cannabis, cocaine, heroine,...) dont on reprime la vente et la consommation au lieu de faire en sorte que la gestion des risques (qui inclut aussi la consommation en général - télé, shopping,...) devient plus conscient et responsable pour la société et les individus. Il n´est pas facile de mettre ses idées dans une brève réponse, mais de façon générale je dirais que la répression n´est pas la solution et qu´on doit trouver des manières de vendre les drogues dans des cadres ou la communication sur les risques de certaines substances est possible et que cette communication peut se faire entre les générations de façon ouverte et honnete.
Sur le système économique et la crise que vous réfère au site de Déi Lénk, www.lenk.lu, ou vous trouvez nos proposes sur ce sujet. Une des idées dont Déi Lénk estime faire un débat de société est celle du revenue de base pour chaque citoyen. Je suis de l´avis que ce revenu donnerait une base stable à chaque habitant du pays et évitera qu´il y des personnes qui sont écrasé sous la pression de notre société de compétition. Aussi devrair on à moyen terme renforcer les structures d´encadrements pour le personnes en difficultés et diversifier les possibilités pour loger les personnes et leurs donner des espaces ou ils/elles peuvents suivre des activités diverses.
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Är Fro un Gary Diderich
D'Froenfunktioun gouf entre-temps zou gemaach.