Guy Foetz (Déi Lénk)
Kandidat Chamber 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Guy Foetz
Joergang
1952
Berufflech Qualifikatioun
Prof. sc. économiques et sociales
Ausgeübte Professioun
enseignant MEN-Lycée technique Nic. Biever
Uertschaft
-
Walkrees
Zentrum
Landeslëschteplaatz
-
(...) In solchen Fällen muss ohne Zweifel eine Untersuchungskommission eingesetzt und vorab die notwendigen Mittel bereit gestellt werden, um die betroffenen Patienten angemessen zu versorgen. Darüber hinaus drängt sich eine Humanisierung des Psychiatriewesens auf. (...)
 
Froen un Guy Foetz
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Fro zum Thema Gesondheet
28.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Foetz,
am 18.11.2006 sagte Herr Professor Wulf Rössler im Luxemburger Wort: "Es gibt noch eine Reihe Langzeitpatienten im CHNP, aber wir haben Probleme sie in angemessenen Wohnungen ausserhalb unterzubringen. Familienpensionen im Norden des Landes sind keine Alternative." Ich kenne Betroffene, die in solchen unbetreuten Pensionen oder auf Campingplätzen oder in anderen prekären Wohnsituationen leben müssen. Die Betreiber dieser Einrichtungen sind mit der ihnen zwangsweise auferlegten Betreuung vollkommen überfordert. Schlimmer noch: sie sind in Gefahr! Diese unbetreuten Patienten sind in ihrer Hilflosigkeit und ihrer Verbitterung eine Gefahr für sich und ihre Umwelt.
Aus internationalen Studien weiss die psychiatrische Fachwelt, dass die Gefahr eines Impulskontrollverlustes bei Patienten in solchen unbetreuten Situationen sehr gross ist. Sie werden durch diese Umstände zu lebenden Zeitbomben. Wenn diesen Menschen dann auch noch die Aufnahme in den dafür vorgesehenen Kliniken des Landes verwehrt wird, potenziert sich ihre Verzweiflung, ihre Panik und ihre Amokbereitschaft noch um ein Vielfaches! Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um Gewalt und Folter.
Was gedenken Sie, Herr Foetz, in der nächsten Legislaturperiode zu tun um diese Gefahr für die Bevölkerung zu beseitigen?
Werden Sie sich für die Einsetzung einer Untersuchungskommission einsetzen, die die vermeintlichen Patientenmisshandlungen im luxemburgischen Psychiatriewesen untersucht?
Herr Professor Werner hat im Saarland die psychiatrische Anstalt aus menschenrechtsrelevanten Gründen abgeschafft. Werden Sie sich ebenfalls für diese Lösung einsetzen?
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschliesst wird nicht nur blind für die Gegenwart: er wird schlichtweg unfähig zur Zukunftsgestaltung. Nur so sind Versöhnung, Vergebung, Heilung, Fortschritt möglich." (Luxemburger Wort, 8.10.07)
Hochachtungsvoll
, Psychologe, Gründer der LGSP (Letzebuerger Gesellschaft fier Sozialpsychiatrie)
Äntwert vum Guy Foetz
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02.06.2009
Guy Foetz
Sehr geehrter Herr ,

Ich bin eigentlich kein Experte auf dem Gebiet, das Sie ansprechen und meine Antwort leite ich aus verschiedenen Artikeln und Gesprächen zu diesem Thema ab
Es ist unverantwortlich und für ein reiches Land wie Luxemburg beschämend, Patienten im Bereich der Psychiatrie so unterzubringen, wie von Ihnen beschrieben. In solchen Fällen muss ohne Zweifel eine Untersuchungskommission eingesetzt und vorab die notwendigen Mittel bereit gestellt werden, um die betroffenen Patienten angemessen zu versorgen. Darüber hinaus drängt sich eine Humanisierung des Psychiatriewesens auf. In diese Richtung wurden übrigens erste Schritte in Luxemburg unternommen.
Ich stelle persönlich die Existenz einer psychiatrischen Anstalt, wie sie in Ettelbrück besteht, stark in Frage. Im regulären Fall muss auf eine Einweisung in ein reguläres Krankenhaus mit psychiatrischer Abteilung gesetzt werden. Auch dürfen nur in Ausnahmefällen Menschen aufgrund ihrer psychischen Verfassung während längerer Zeit ihrer Freiheit beraubt werden, d.h. wenn eine akute Gefahr für sie selbst oder für die Gesellschaft besteht. Es versteht sich von selbst, dass alles versucht werden muss, um die psychisch Kranken wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Dazu gehört - wenn nur irgendwie möglich - der Umgang mit anderen und die autonome Lebensführung.

Hochachtungsvoll,

Guy Foetz
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Är Fro un Guy Foetz
D'Froenfunktioun gouf entre-temps zou gemaach.