Bonjour Herr Dr.HOTTUA, Hei déi gemeinsam Positioun vun eiser Partei par rapport zu ärer Froo:
"Sehr geehrter Herr

,
Wir danken Ihnen für Ihre Anfrage bezüglich der Haltung unserer Partei zum Problem der Unterbringung von Langzeitpatienten des CHNP , welche im Rahmen der Psychiatriereform im Zuge einer Dezentralisierung und Dehospitalisierung in noch immer nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehenden angemessen und differenziert betreuten Wohneinrichtungen untergebracht werden können und wir schliessen uns der diesbezüglichen Stellungnahme von Prof. Rössler vom 16.4.2009 (Psychiatrie Luxemburg : Stand der Umsetzung der Empfehlungen der Planungsstudie 2005) voll-inhaltlich an :
« Nach der Erhebung 2004 standen im Rahmen des geschützten Wohnens 138
Wohnplätze zur Verfügung. Davon entfielen allerdings 27 Plätze auf ausgegliederte
Wohnangebote des CHNP, die sich auf 24 Plätze für Patienten mit
Substanzerkrankungen und drei Einzelwohnplätze mit Betreuung durch den
Heimpflegedienst SPAD aufteilen. Neben diesen gab es 111 Wohnplätze für
allgemeinpsychiatrische Patienten. Obwohl seit 1992 grosse Bemühungen zum
Ausbau der Wohneinrichtungen getätigt wurden, standen 2004 mit insgesamt 138
Wohnplätzen noch immer deutlich zu wenig begleitete Wohnmöglichkeiten zur
Verfügung. In Anlehnung an die (noch heute gültigen) Richtlinien der WHO wurde
bereits 1992 auf die Notwendigkeit von rund 300 Wohnplätzen hingewiesen. 2004 fiel
darüber hinaus auf, dass abgestufte, den verschiedenen Schweregraden der
Krankheit angepasste Wohnformen, auch unzureichend vorgehalten werden. Es
fehlten dabei insbesondere vollzeitbetreute Einrichtungen, wie z.B. Foyers
médicalisés. Der ungedeckte Bedarf an diversifizierten Wohnplätzen spiegelte sich in
der überproportionalen und nicht wünschenswerten Betreuung chronisch Kranker in
Einrichtungen der Obdachlosenhilfe und in Familienpensionen sowie einer grossen
Anzahl Langzeitpatienten im CHNP wider. »
Wir werden uns auch dafür einsetzen, politisch und finanziell alle Voraussetzungen zu schaffen, diese wichtige Etappe der Psychiatriereform in Luxemburg voranzubringen.
Sollten sich weiters Hinweise auf Vernachlässigungen und Missbrauchsituationen im Bereich der ambulanten oder stationären Psychiatrie finden, so werden wir uns im Parlament für die Einsetzung einer Sachverständigen-Kommission, welche dem Parlament Bericht erstatten muss , einsetzen.
Ech hoffen Iech domadder weidergehollef zu hun
Mat fröndlechen Gréiss
Karine REUTER