Mars Di Bartolomeo (LSAP)
Kandidat Chamber 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Mars Di Bartolomeo
Joergang
1952
Berufflech Qualifikatioun
-
Ausgeübte Professioun
-
Uertschaft
-
Walkrees
Süden
Landeslëschteplaatz
-
(...) Wie Sie mir mitgeteilt haben, haben Sie sich an die Staatsanwaltschaft Diekirch gewandt, was Ihnen die Gelegenheit geben wird, mit Beweisen für Ihre Aussage zu dienen dass " im Luxemburger Gesundheitswesen Menschen arbeiten die im Verdacht stehen, Folterer und Mörder zu sein ". Solche Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht aller Pflegenden die bemüht sind eine moderne, offene und patientengerechte Psychiatrie aufzubauen. (...)
 
Froen un Mars Di Bartolomeo
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Fro zum Thema Gesondheet
23.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Di Bartolomeo,
am 27.05.2006 forderte die "Patiente Vertriedung" in der "Revue" Nummer 21 die sofortige Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission, die für das Parlament eine Aufklärung der angeprangerten Missstände in der luxemburgischen psychiatrischen Anstalt CHNP, wie Folterung und Tod von Patienten erstellen soll. Der damalige Direktor des CHNP, Herr Dr. Jean-Marie Spautz, sagte in derselben Ausgabe: "Le CHNP promet une clarification sans réserve quant à ces accusations. Le grand public sera informé de la conclusion de l´enquête interne. Il s´agit de déclarations sérieuses (...) ." Sie selber, Herr Di Bartolomeo sagten in derselben Ausgabe: "Die Vorwürfe sind schwerwiegend und müssen auf ihren Wahrheitsgehalt hin kontrolliert werden. Dabei darf nichts unter den Teppich gekehrt werden (...) ." Bis zum heutigen Tag wartet die Öffentlichkeit vergebens auf die angekündigte Aufklärung.
Sind Sie heute bereit, eine entsprechende Untersuchungskommission einzusetzen? Sie könnten sich dabei ein Beispiel an derjenigen, die in Irland gerade ihren Abschlussbericht zu Misshandlungen an irischen Kindern in katholischen Heimen vorgelegt hat, nehmen. Mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit existiert dieses Problem ebenfalls bei uns in Luxemburg.
Hochachtungsvoll,
, Psychologe und Gründer der LGSP (Luxemburgische Gesellschaft für Soziale Psychiatrie)
Äntwert vum Mars Di Bartolomeo
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29.05.2009
Mars Di Bartolomeo
Sehr geehrter Herr ,

Wie sie sicher wissen, besteht bereits heute eine Ueberwachungskommission, die über den Respekt der Gesetzgebung wachen soll und an die sich die Patienten, die sich ungerecht behandelt fühlen, wenden können. Ausserdem besteht im Gesundheitsministerium eine Anlaufstelle auf die ich in der Antwort auf eine Ihrer Fragen hingewiesen habe.

Mit besten Grüssen,

Mars di Bartolomeo
Gesundheitsminister
X
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Fro zum Thema Gesondheet
24.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Di Bartolomeo,
Der Artikel 32 des Unterbringungsgesetzes für psychisch kranke Menschen vom 26. Mai 1988 besagt: "L´établissement qui admet à côté des patients involontaires des personnes qui se présentent volontairement au traitement doit établir une stricte séparation entre les premiers et les seconds (...)." Herr Meyer von der "Revue" fragte im März 2004 den damaligen Direktor der luxemburgischen psychiatrischen Anstalt CHNP, Herrn Doktor Jean-Marie Spautz: "Gehört ein Geisteskranker, der gegen das Gesetz verstossen hat, nach Ettelbrück oder nach Schrassig?" Die Antwort von Herrn Doktor Spautz: "Seit anderthalb Jahren gibt es im Gefängnis eine Abteilung, die von uns als dezentrale Station geführt wird. Patienten, die eine soziale Gefahr darstellen, bleiben in Schrassig. Die anderen werden bei uns behandelt."
Warum wurde der in den letzten Jahren zweimal aus dem CHNP geflohene psychisch kranke Mörder, Herr XYZ(*1), nicht in dieser CHNP-Abteilung in Schrassig behandelt, sondern gesetzeswidrig im CHNP? Ich habe in den letzten 15 Jahren Ihre Vorgänger sowie Sie selber auf diese für die Bevölkerung und die Betroffenen sehr gefährliche gesetzeswidrige Situation hingewiesen. Seit 15 Jahren fordere ich die luxemburgischen Verantwortlichen auf, eine forensische Station für verurteilte psychisch kranke Rechtsbrecher zu schaffen. Nur dann kann man alle anderen bisher wegen einem vagen Gefährlichkeitsgrad im CHNP verwahrten Langzeitpatienten entlassen und das CHNP schliessen, so wie Herr Werner das 1998 in der Grossregion, im Saarland getan hat. Werden Sie diesem international anerkannten Beispiel folgen?
"Die psychiatrische Anstalt ist ein Ort der Angst für Menschen die auf Hoffnung angewiesen sind. Die Anstalt schadet und deshalb muss sie abgeschafft werden." (Prof. Dr. med. Wolfgang Werner, LGSP-Konferenz, Luxemburg, Juni 2004)
Hochachtungsvoll,
, Psychologe und Gründer der LGSP (Luxemburgische Gesellschaft für Soziale Psychiatrie)
(*1) Name der betreffenden Person wurde von der Redaktion aus diesem Artikel entfernt.
Äntwert vum Mars Di Bartolomeo
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26.05.2009
Mars Di Bartolomeo
Sehr geehrter Herr ,

Wie Sie sicher wissen, handelte es sich bei dem von Ihnen angesprochenen Patienten nicht um einen Verurteilten, sondern einen Mann, der von der Justiz ins chnp platziert wurde, gemäß Gesetz über die Organisation des chnp. Die Regierung hat übrigens beschlossen, die forensische Station von den anderen Abteilungen abzutrennen.

Auch möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die Reform der Psychiatrie weit fortgeschritten ist, die akute Psychiatrie dezentralisiert, die gemeindenahen Strukturen ausgebaut wurden. Schade dass Sie diese positiven Entwicklungen systematisch ignorieren.

Mit besten Grüßen,

Mars Di Bartolomeo

Minister für Gesundheit
X
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Fro zum Thema Gesondheet
24.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Di Bartolomeo,
das Uno-Übereinkommen gegen Folter von 1984 definiert Folter als: "Jede Handlung, durch die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden".
Bis zum heutigen Tag leben Dutzende von Langzeitpatienten ohne Privatspäre im CHNP, d.h. ohne soziale, sexuelle, religiöse und kulturelle Entfaltungsmöglichkeiten. "Sex ist ein natürliches Bedürfnis. Wird es unterbunden, führt es dazu, dass aus Menschen gefährliche Bestien werden. (Gaston Vogel, Rechtsanwalt, Revue 40/06)
In den vergangenen Jahren haben sich mehrere Patienten aus den Fenstern des Hochhauses des CHNP gestürzt. " ´Ich wurde mit Medikamenten vollgepumpt und mit Gurten angebunden, wenn ich nicht ruhig war. Selbst der Ausgang im Hof fiel aus Personalmangel oft aus´, berichtet ein Ex-Patient des HNP." (Wochenjournal ´Télécran´, 22.02.1997)
Drohungen, Einschüchterungen und der Entzug von Zuwendung haben einer Studie des Psychologieprofessors Steven Miles von der Universität Minnesota zufolge ähnliche psychische Langzeitfolgen wie körperliche Folter. Eine Unterscheidung zwischen Folter und erniedrigender Behandlung sei nicht nur nutzlos, sondern auch gefährlich.
Sind Sie, Herr Di Bartolomeo, bei einer Mandatsverlängerung bereit sich mit diesem für die Sicherheit und die Lebensqualität der Bevölkerung Luxemburgs, der Grossregion sowie ganz Europas wichtigen Thema unter Berücksichtigung der Erfahrungen der traumatisierten Betroffenen auseinander zu setzen? Nur so könnten Sie zur Erkenntnis gelangen, dass die Sachverhalte von früher die Realität von heute massgeblich und nachhaltig beeinflussen und dass ein autoritär-agressiver und repressiver Umgangsstil mit Patienten destruktive Kräfte weckt.
"Wir befanden uns bislang nie in der Situation, in der sich die Gewissheit durchgesetzt hat, dass das psychische Wohlbefinden genau so wichtig ist wie das körperliche."
(Mars Di Bartolomeo, Luxemburger Wort, 6.4.07)
Hochachtungsvoll
, Psychologe
Äntwert vum Mars Di Bartolomeo
1Recommandatioun
26.05.2009
Mars Di Bartolomeo
Sehr geehrter Herr ,

Die Antwort auf Ihre Frage kennen Sie selbst. Ich habe aus der Reform der Psychiatrie eine erste Priorität gemacht und werde diese, sollte ich weiter Gesundheitsminister bleiben, resolut vorantreiben.

Mit besten Grüßen,

Mars Di Bartolomeo

Minister für Gesundheit
X
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Fro zum Thema Gesondheet
25.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Di Bartolomeo,
am 18.11.2006 sagte Herr Professor Wulf Rössler im Luxemburger Wort: "Es gibt noch eine Reihe Langzeitpatienten im CHNP, aber wir haben Probleme sie in angemessenen Wohnungen ausserhalb unterzubringen. Familienpensionen im Norden des Landes sind keine Alternative." Ich kenne einige Betroffene, die in solchen unbetreuten Pensionen oder auf Campingplätzen oder in anderen prekären Wohnsituationen leben müssen. Die Betreiber dieser Einrichtungen sind mit der ihnen zwangsweise auferlegten pädagogischen Betreuung vollkommen überfordert. Schlimmer noch: sie sind in Gefahr! Diese unbetreuten Patienten sind in ihrer Hilflosigkeit und ihrer Verbitterung eine Gefahr für sich und ihre Umwelt.
Aus internationalen Studien weiss die psychiatrische Fachwelt, dass die Gefahr eines Impulskontrollverlustes bei Langzeitpatienten in solchen unbetreuten Situationen sehr gross ist. Sie werden durch diese Umstände zu lebenden Zeitbomben. Wenn diesen Menschen dann auch noch die Aufnahme in den dafür vorgesehenen Kliniken des Landes verwehrt wird, potenziert sich ihre Verzweiflung, ihre Panik und ihre Amokbereitschaft noch um ein Vielfaches! Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um strukturelle Gewalt und Folter. Bitte vergessen Sie nicht, Herr Bartolomeo, dass Gewalt Gewalt erzeugt, auch noch nach Jahrzehnten. Sie haben bei Ihrem Amtsantritt einen Eid abgelegt, nach dem sie verpflichtet sind, Gefahr von der Bevölkerung abzuwehren.
Für weitere zweckdienliche Hinweise stehe ich Ihnen, wie schon vom Anfang Ihrer Amtszeit an, jederzeit zur Verfügung. Mittlerweile glaube ich, dass ich mich strafbar mache, wenn ich nicht vehement auf diese Gefahren hinweise. Warum sind Sie meinen zahlreichen Hinweisen und Warnungen bisher nicht nachgegangen? Dies ist mein letzter Versuch vor den Wahlen mit Ihnen zu einem vertraulichen Gespräch zu kommen. Bitte hören Sie auf mich!!!
"Eine nicht gesäuberte Wunde verheilt nicht."
(Michelle Bachelet)
Hochachtungsvoll,
Äntwert vum Mars Di Bartolomeo
1Recommandatioun
26.05.2009
Mars Di Bartolomeo
Sehr geehrter Herr ,

Darf ich Sie daran erinnern, dass ich Sie vor nicht allzu langer Zeit empfangen habe. Sollten Sie konkrete Informationen haben, bitte ich Sie diese an unsere Anlaufstelle für diese Angelegenheiten weiterzuleiten: Raoul Franck – Tel. 247-85626.

Mit besten Grüßen,

Mars Di Bartolomeo

Minister für Gesundheit
X
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Fro zum Thema Gesondheet
26.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Di Bartolomeo,

vielen Dank für die Beantwortung einiger meiner Fragen.
Bei meinen Besuchen bei Herrn Franck und bei Ihnen habe ich vehement auf das Thema der Patientenmisshandlungen in der luxemburgischen Psychiatrie hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass nach meiner Einschätzung hunderte traumatisierte Misshandlungsopfer in Luxemburg leben. Diese Menschen müssen von einer unabhängigen Untersuchungskommission unter Zusage von Rechtssicherheitsstandards gehört werden. Das ist eine riesige Arbeit, mit der sofort begonnen werden muss. Die Kommission in Irland hat neun Jahre gebraucht, um ihren Abschlussbericht vorlegen zu können.
Seit 2003 wartet die Öffentlichkeit auf eine offizielle Untersuchung der vermeintlichen mitunter sogar letalen Misshandlungen in der luxemburgischen Psychiatrie. Im Moment arbeiten im luxemburgischen Gesundheitswesen Menschen, die im Verdacht stehen, Folterer und Mörder zu sein. Das dürfen Sie, Herr Di Bartolomeo sowie der zukünftige luxemburgische Gesundheitsminister, nicht zulassen. Das ist inakzeptabel! Ihre vorbildliche Reformarbeit wird ansonsten zunichte gemacht. Folter kann auch in neuen Institutionen und Kliniken ausgeübt werden. Lesen Sie bitte die entsprechenden Berichte der Professoren Zimbardo und Milgram!
Ich bin bereit, mit Herrn Franck und der Untersuchungskommission zusammenzuarbeiten, aber auch ich brauche Rechtsberatung und Rechtssicherheit. Da ich zurzeit arbeitslos bin, wäre der Posten eines Mitarbeiters von Herrn Fischbach zur Überprüfung der Einhaltung von Qualitätsstandards im luxemburgischen Psychiatriewesen sicherlich adäquat für mich.
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschliesst wird nicht nur blind für die Gegenwart: er wird schlichtweg unfähig zur Zukunftsgestaltung. Auch in einer postmodernen Gesellschaft braucht Zukunft Erinnerung. Nur so sind Versöhnung, Vergebung, Heilung, Fortschritt möglich."
(Ady Richard, Luxemburger Wort, 08.10.2007)

, Psychologe im CHNP Ettelbrück
Äntwert vum Mars Di Bartolomeo
2Recommandatiounen
28.05.2009
Mars Di Bartolomeo
Sehr geehrter Herr ,

Ich habe Ihnen in meinen Antworten auf Ihre bisherigen Fragen geraten, Belege für Ihre Behauptungen, Unterstellungen und Beschuldigungen zu liefern.

Wie Sie wissen funktioniert im Gesundheitsministerium eine Anlaufstelle bei der jeder, der sich schlecht behandelt fühlt und jeder, der Informationen über Fehlentwicklungen verfügt, sich wenden kann : Tel 247-85626.

Wie Sie mir mitgeteilt haben, haben Sie sich an die Staatsanwaltschaft Diekirch gewandt, was Ihnen die Gelegenheit geben wird, mit Beweisen für Ihre Aussage zu dienen dass " im Luxemburger Gesundheitswesen Menschen arbeiten die im Verdacht stehen, Folterer und Mörder zu sein ".

Solche Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht aller Pflegenden die bemüht sind eine moderne, offene und patientengerechte Psychiatrie aufzubauen.


Mit besten Grüssen,


Mars di Bartolomeo

Gesundheitsminister
X
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Är Fro un Mars Di Bartolomeo
D'Froenfunktioun gouf entre-temps zou gemaach.