Myriam Cecchetti (Déi Gréng)
Kandidatin Chamber 2009
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Myriam Cecchetti
Zur Person Myriam Cecchetti
Private CV

23.03.1966 zu Esch/Uelzecht gebuerbis 1970 och do gewunnt.

1970 bis 1987 zu Biergem Gemeng Monnerech gewunnt.

1989 zu Schëffleng bestued

1993 Jana gebuer

1993-1995 Biergem gewunnt

1995 bis elo zu Suessem

1996 Mika zu Suessem gebuer

1999 Ella zu Suessem gebuer



Schoul a Beruff

Zu Biergem an de Préscolaire gaangen an zu Steebrécken de Primaire gemeet.

Vun 1978 bis 1982 LHCE

Vun 1982 bis 1986 LGE Sectioun E

1986-1987 als jeune chômeur op der Steierverwaltung an der Staat

1987-1988 als Sekretairin vum service judiciare an der Bauerenzentral

1987-1993 zu Schëffleng gewunnt

1988-1989 bei FINA Lëtzebuerg

1989-1992 ISERP Préscolaire

1992-1999 Préscolaire zu Schëffleng an der Albert Wingert Schoul

1999-2008 Préscolaire An Eigent zu Péiteng

2005-2006 Uni Lëtzebuerg Walfer Diplome vum Primaire

2008-2009 Legasthenietrainer

2008-... Projet dyslexie vun der Gemeng Péiteng

all déi Joeren eng hellewull un Weiderbildungen an och an diversen Projeten vum MEN matgeschafft (socles de compétences, Beobachtungsbou, Materialien mat ausgeschafft zum Thema Chancegläichheet,...)



Politeschen CV

1999 bis elo Présidentin vun der Emweltkommissioun Gemeng Suessem

2003 bis elo Member vum Elterenroot an Vertriederin an der Schoulkommissioun an an der Restauratiounskommissioun

2005 an de Gemengeroot gewielt

2005 Présidentin vun der Auslännerkommissioun

2005 Member vum Buro vum TICE, Member vum Komitée vum SIVEC an der SICONA

2009 Member vum Buro vun der SICONA
Froen un Myriam Cecchetti
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Fro zum Thema Gesondheet
28.05.2009
Vum:

Guten Tag Frau Cecchetti,
am 18.11.2006 sagte Herr Professor Wulf Rössler im Luxemburger Wort: "Es gibt noch eine Reihe Langzeitpatienten im CHNP, aber wir haben Probleme sie in angemessenen Wohnungen ausserhalb unterzubringen. Familienpensionen im Norden des Landes sind keine Alternative." Ich kenne Betroffene, die in solchen unbetreuten Pensionen oder auf Campingplätzen oder in anderen prekären Wohnsituationen leben müssen. Die Betreiber dieser Einrichtungen sind mit der ihnen zwangsweise auferlegten Betreuung vollkommen überfordert. Schlimmer noch: sie sind in Gefahr! Diese unbetreuten Patienten sind in ihrer Hilflosigkeit und ihrer Verbitterung eine Gefahr für sich und ihre Umwelt.
Aus internationalen Studien weiss die psychiatrische Fachwelt, dass die Gefahr eines Impulskontrollverlustes bei Patienten in solchen unbetreuten Situationen sehr gross ist. Sie werden durch diese Umstände zu lebenden Zeitbomben. Wenn diesen Menschen dann auch noch die Aufnahme in den dafür vorgesehenen Kliniken des Landes verwehrt wird, potenziert sich ihre Verzweiflung, ihre Panik und ihre Amokbereitschaft noch um ein Vielfaches! Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um Gewalt und Folter.
Was gedenken Sie, Frau Cecchetti, in der nächsten Legislaturperiode zu tun um diese Gefahr für die Bevölkerung zu beseitigen?
Werden Sie sich für die Einsetzung einer Untersuchungskommission einsetzen, die die vermeintlichen Patientenmisshandlungen im luxemburgischen Psychiatriewesen untersucht?
Herr Professor Werner hat im Saarland die psychiatrische Anstalt aus menschenrechtsrelevanten Gründen abgeschafft. Werden Sie sich ebenfalls für diese Lösung einsetzen?
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschliesst wird nicht nur blind für die Gegenwart: er wird schlichtweg unfähig zur Zukunftsgestaltung. Nur so sind Versöhnung, Vergebung, Heilung, Fortschritt möglich." (Lux. Wort, 8.10.07)
Hochachtungsvoll
, Psychologe, Gründer der LGSP (Letzebuerger Gesellschaft fier Sozialpsychiatrie)
Äntwert vum Myriam Cecchetti
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03.06.2009
Myriam Cecchetti
Sehr geehrter Herr ,

Die Psychiatrie ist ein Bereich in dem wir als Grüne seit langem politisch aktiv sind, und die Reformen und Vorschläge der letzten Jahre in der Öffentlichkeit und im Parlament kritisch begleiten. Die grüne Gesundheitspolitik steht hier für ursachenorientierte Diagnostik, für Prävention und für Behandlungskonzepte, die das Recht auf Intimität und Selbstachtung der Patienten wahren und einer Ausgrenzung entgegenwirken.
In diesem Sinne wollen wir ein wissenschaftliches Beratungsgremium einsetzen, das die Dezentralisierungsreform begleitet und Leitlinien für Behandlungstherapien ausarbeitet. In unserem Wahlprogramm verpflichten wir uns ebenfalls im Falle der Regierungsverantwortung die Behandlung und Begleitung der Patienten in offenen Strukturen zu verstärken und ihre die Mitentscheidungsrechte im Bereich der Psychiatrie zu stärken. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Akutpsychiatrie und den dezentralen Strukturen wollen wir verbessern und psychotherapeutische sowie soziale und sozialpädagogische Therapieangebote ausbauen, die weniger auf die Verabreichung von Medikamenten setzen.

déi gréng fordern desweiteren einen ein Ombudsgremium für den psychiatrischen Bereich und wollen die Reform des CHNP weiterführen, die Infrastrukturen modernisieren und das das alte Gebäude (?Building?) abreißen lassen.

Die Situation welche Sie beschreiben, Herr , entsteht hauptsächlich, weil momentan noch immer zu wenig Akzent auf die Prävention gesetzt wird, weil die betroffenen Personen viel zu spät richtig behandelt werden und auch die anschließende Rehabilitation zu spät ansetzt. Psychiatriepatienten sind aber nicht automatisch eine Gefahr für die Mitmenschen. Hier bedarf es weiterhin einer breiten Sensibilisierung der luxemburgischen Bevölkerung in Punkto Psychiatriepatienten und Krankheitsbilder um bestehende Vorurteile und unbegründete Ängste zu mindern. Und für die restlichen Fälle gilt: Hätten alle Betroffenen die ihnen angemessene medizinisch/therapeutische und sozialpädagogische Betreuung erhalten, dann wären sie in den aller meisten Fällen auch keine Gefahr für sich oder die Mitmenschen.

Trotz einiger Fortschritte, bleiben viele Reformpunkte noch umzusetzen und viele Missstände noch zu beheben. Einerseits müssen wir die Individualbetreuung für Psychiatriepatienten stärker auszubauen, andererseits aber auch die Angehörigen stärker einbinden. Wir wollen mehr dezentrale Strukturen für betreutes Wohnen schaffen, da die bestehenden Strukturen momentan fast alle in oder um Ettelbrück angesiedelt sind und deshalb oft eine Rehabilitierung der Betroffenen in oder nahe ihrem bekannten Umfeld verhindern. Auch müssen sämtliche externen Strukturen in Zukunft besser koordiniert werden.

Für Patienten welche nach einer Behandlung eigenständig wohnen und leben, muss das Angebot an psychiatrischer aber auch sozialpädagogischer Nachbehandlung und Begleitung zu Hause flächendeckend und in Bezug auf die Uhrzeiten ausgebaut werden. Damit kann man teils Rückfälle vermeiden und teils die Patienten so früh wie möglich wieder ?auffangen?. Professor Rössler schreibt übrigens in seinem neuesten Bericht (April 2009), dass diese Strukturen 24/24 Stunden funktionieren sollten.
Schlussendlich benötigen wir auch einen Ausbau der stationären, teilstationären und ambulanten Therapieplätze und -formen. Dies gilt besonders auch für die Kinder- und Jugendpsychiatrie wo wir vermeiden wollen, dass Kinder und Jugendliche aus Platz- oder Ressourcenmangel ins Ausland verfrachtet werden müssen.


mit besten Grüssen,
Myriam Cecchetti
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Är Fro un Myriam Cecchetti
D'Froenfunktioun gouf entre-temps zou gemaach.