Nicolas Schmit (LSAP)
Kandidat Chamber 2009
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Nicolas Schmit
Joergang
1953
Berufflech Qualifikatioun
-
Ausgeübte Professioun
-
Uertschaft
-
Walkrees
Osten
Landeslëschteplaatz
-
Im LSAP-Wahlprogramm unterstreichen wir als LSAP, dass wir unsere Bemühungen fortsetzen möchten, "um die Psychiatrie menschenwürdiger zu gestalten. In diesem Sinne will die LSAP die kleinen, flächendeckend verteilten, stationären und ambulanten Therapieangebote ausweiten. (...)
 
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Froen un Nicolas Schmit
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Fro zum Thema Land an Forstwirtschaft
18.05.2009
Vum:

Wéi gesidd dir Zukunft vun der Landwirtschaft?
Waat soot dir zur aktueller Mellechpraisproblematik?
Äntwert vum Nicolas Schmit
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20.05.2009
Nicolas Schmit
1. Zukunft der Landwirtschaft

Europa wie auch Luxemburg brauchen eine moderne, effiziente aber auch auf
Nachhaltigkeit ausgerichtete Landwirtschaft. Junge Menschen müssen in diesem
Sektor wieder eine Chance für ihre berufliche Zukunft sehen können. Dafür
darf die Landwirtschaft nicht einfach den Marktkräften ausgesetzt werden.
Wir brauchen auch weiter Marktregulierung. Auch darf der Weltmarkt nicht
allein die Entwicklung des Agrarsektors bestimmen. Die anhaltende Steigerung
der Weltbevölkerung sowie die Veränderung der klimatischen Verhältnisse
riskieren mittelfristig eine Ernährungskrise zu provozieren. Deshalb ist der
Erhalt der Landwirtschaft auch bei uns sehr wichtig, da Nahrungssicherheit
wieder zum Thema werden kann.

  • Gewisse Ausrichtungen der gemeinsamen Agrarpolitik überdenken; nicht
weiter liberalisieren sondern gewisse Regulierungsmechanismen beibehalten,
respektiv erneueren.



  • Die Preisgestaltung, die zwar vor allem Resultat zwischen Nachfrage und
Angebot ist, mehr lenken indem die Interessen der Produzenten besser
berücksichtigt werden.



  • Auf Qualitätsprodukte setzen, das heisst auch die Nachhaltigkeit
berücksichtigen. Das ist aber nur möglich wenn der Preisverfall gestoppt
wird.



  • In den WTO-Verhandlungen darf es nicht zu einer totalen Liberalisierung
kommen, die die sehr unterschiedlichen Produktionsbedingungen und
Strukturen total verkennt.

2. Milchwirtschaft

  • Auf europäischem Plan marktregulierende Maßnahmen vornehmen (um die Preise
zu stützen). Der Agrarrat, der am 25. Mai zusammenkommt, müsste sich der
Problematik annehmen.

  • Den Abbau des Quotensystems aussetzen und nur dann wieder aufnehmen wenn
der Markt sich wieder stabilisiert hat.

  • Mittelfristig ein flexibles Marktlenkungssystem schaffen.


  • Kurzfristige finanzielle Hilfsmaßnahmen für die Milchproduzenten bis der
Markt sich stabilisiert hat (z.b. Vorziehen von Beihilfen ?)

- Die Beziehungen zwischen Produzenten und Abnehmern (Molkerei,
Lebensmittelketten) neu gestalten.

Karin Zanders

Secrétaire du Ministre délégué Nicolas Schmit
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Fro zum Thema Gesondheet
27.05.2009
Vum:

Guten Tag Herr Schmit,
am 18.11.2006 sagte Herr Professor Wulf Rössler im Luxemburger Wort: "Es gibt noch eine Reihe Langzeitpatienten im CHNP, aber wir haben Probleme sie in angemessenen Wohnungen ausserhalb unterzubringen. Familienpensionen im Norden des Landes sind keine Alternative." Ich kenne Betroffene, die in solchen unbetreuten Pensionen oder auf Campingplätzen oder in anderen prekären Wohnsituationen leben müssen. Die Betreiber dieser Einrichtungen sind mit der ihnen zwangsweise auferlegten Betreuung vollkommen überfordert. Schlimmer noch: sie sind in Gefahr! Diese unbetreuten Patienten sind in ihrer Hilflosigkeit und ihrer Verbitterung eine Gefahr für sich und ihre Umwelt.
Aus internationalen Studien weiss die psychiatrische Fachwelt, dass die Gefahr eines Impulskontrollverlustes bei Patienten in solchen unbetreuten Situationen sehr gross ist. Sie werden durch diese Umstände zu lebenden Zeitbomben. Wenn diesen Menschen dann auch noch die Aufnahme in den dafür vorgesehenen Kliniken des Landes verwehrt wird, potenziert sich ihre Verzweiflung, ihre Panik und ihre Amokbereitschaft noch um ein Vielfaches! Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um Gewalt und Folter.
Was gedenken Sie, Herr Schmit, in der nächsten Legislaturperiode zu tun um diese Gefahr für die Bevölkerung zu beseitigen?
Werden Sie sich für die Einsetzung einer Untersuchungskommission einsetzen, die die vermeintlichen Patientenmisshandlungen im luxemburgischen Psychiatriewesen untersucht?
Herr Professor Werner hat im Saarland die psychiatrische Anstalt aus menschenrechtsrelevanten Gründen abgeschafft. Werden Sie sich ebenfalls für diese Lösung einsetzen?
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschliesst wird nicht nur blind für die Gegenwart: er wird schlichtweg unfähig zur Zukunftsgestaltung. Nur so sind Versöhnung, Vergebung, Heilung, Fortschritt möglich." (Luxemburger Wort, 8.10.07)
Hochachtungsvoll
, Psychologe, Gründer der LGSP (Letzebuerger Gesellschaft fier Sozialpsychiatrie)
Äntwert vum Nicolas Schmit
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02.06.2009
Nicolas Schmit
Sehr geehrter Herr ,

Im LSAP-Wahlprogramm unterstreichen wir als LSAP, dass wir unsere Bemühungen fortsetzen möchten, "um die Psychiatrie menschenwürdiger zu gestalten. In diesem Sinne will die LSAP die kleinen, flächendeckend verteilten, stationären und ambulanten Therapieangebote ausweiten. Einrichtungen für psychisch Kranke wie das nicht mehr zeitgemäße Hochhaus des "Centre hospitalier neuro-psychiatrique" in Ettelbrück gehören eindeutig der Vergangenheit an und werden durch zeitgemäße Einrichtungen ersetzt.

Vermehrt sollen auch dezentrale Strukturen geschaffen werden, die sich speziell um psychisch kranke Kinder und Jugendliche kümmern. Luxemburg braucht auch eine Klinik für forensische Psychiatrie. Hier sollen straffällig gewordene psychisch kranke Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit unzurechnungsfähig sind, ordnungsgemäß behandelt werden."

Ich habe übrigens gelesen, dass Sie sich mit Ihren Anfragen bereits an unseren Gesundheitsminister gewandt haben. Er hat Ihnen in verschiedenen Antworteschreiben versichert, dass "die Reform der Psychiatrie weit fortgeschritten ist, die akute Psychiatrie dezentralisiert, die gemeindenahen Strukturen ausgebaut wurden", dass er "aus der Reform der Psychiatrie eine erste Priorität gemacht" hat und dass er diese, sollte er "weiter Gesundheitsminister bleiben, resolut vorantreiben" werde. Der Gesundheitsminister hat Sie weiter auf die Anlaufstelle im Gesundheitsministerium verwiesen, an die sich jeder wenden kann, der sich schlecht behandelt fühlt oder Informationen über solche Situationen hat.

Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass die Reform der Psychiatrie in Luxemburg weiter geführt wird im Sinn einer humanen Psychiatrie. Dass eventuelle Missstände untersucht und gegebenenfalls Konsequenzen daraus gezogen werden müssen, scheint mir selbstverständlich.

Mit besten Grüssen,

Nicolas Schmit
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Är Fro un Nicolas Schmit
D'Froenfunktioun gouf entre-temps zou gemaach.