Sehr geehrter Herr

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Im LSAP-Wahlprogramm unterstreichen wir als LSAP, dass wir unsere Bemühungen fortsetzen möchten, "um die Psychiatrie menschenwürdiger zu gestalten. In diesem Sinne will die LSAP die kleinen, flächendeckend verteilten, stationären und ambulanten Therapieangebote ausweiten. Einrichtungen für psychisch Kranke wie das nicht mehr zeitgemäße Hochhaus des "Centre hospitalier neuro-psychiatrique" in Ettelbrück gehören eindeutig der Vergangenheit an und werden durch zeitgemäße Einrichtungen ersetzt.
Vermehrt sollen auch dezentrale Strukturen geschaffen werden, die sich speziell um psychisch kranke Kinder und Jugendliche kümmern. Luxemburg braucht auch eine Klinik für forensische Psychiatrie. Hier sollen straffällig gewordene psychisch kranke Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit unzurechnungsfähig sind, ordnungsgemäß behandelt werden."
Ich habe übrigens gelesen, dass Sie sich mit Ihren Anfragen bereits an unseren Gesundheitsminister gewandt haben. Er hat Ihnen in verschiedenen Antworteschreiben versichert, dass "die Reform der Psychiatrie weit fortgeschritten ist, die akute Psychiatrie dezentralisiert, die gemeindenahen Strukturen ausgebaut wurden", dass er "aus der Reform der Psychiatrie eine erste Priorität gemacht" hat und dass er diese, sollte er "weiter Gesundheitsminister bleiben, resolut vorantreiben" werde. Der Gesundheitsminister hat Sie weiter auf die Anlaufstelle im Gesundheitsministerium verwiesen, an die sich jeder wenden kann, der sich schlecht behandelt fühlt oder Informationen über solche Situationen hat.
Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass die Reform der Psychiatrie in Luxemburg weiter geführt wird im Sinn einer humanen Psychiatrie. Dass eventuelle Missstände untersucht und gegebenenfalls Konsequenzen daraus gezogen werden müssen, scheint mir selbstverständlich.
Mit besten Grüssen,
Pierre Koppes